Herzlich Willkommen beim
Forum Neues Offenbach!

Wir treten zur Kommunalwahl in Offenbach
am 6. März 2016 an.

Mitsprache und politische Teilhabe

Der demographische Wandel und die Flüchtlingskrise, deren Zeugen wir sind, verändert unsere Gesellschaft schneller als erwartet. Weil sich die Zusammensetzung der Offenbacher Bevölkerung verändert, sind auch alte Muster von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Der Wertekanon unserer Gesellschaft ist morgen ein anderer.

In vielen Städten stellen Bürger mit Einwanderungsgeschichte heute die Mehrheit der Einwohner dar. Als aktive Stadtgesellschaft gilt es von diesen unterschiedlichen Potenzialen und Ressourcen in unseren Kommunen zu profitieren. Stattdessen haben sich in die „Integrationsdebatte“ offen rassistische Töne eingeschlichen; wird mit unzulänglichen Mitteln versucht die Fehler der vergangenen Jahrzehnte abzuarbeiten; werden Religion oder geographische Herkunft zu Ausschlusskriterien gemacht. Oft werden Menschen dadurch erst isoliert.

Deshalb wollen wird das künftige Zusammenleben in unserer Stadt neu denken. Die Idee der Multikulti-Romantik hat keine Zukunft, wenn sie davon ausgeht, der kleinere Teil („Ihr“) habe sich in ein größeres Ganzes („Wir“) zu „integrieren“. Dieses statische Konzept wird der sich rasant wandelnden Demographie unserer Gesellschaft und unserer Städte nicht mehr gerecht.

Bereits mit der Gründung der unabhängigen Wählervereinigung Forum Neues Offenbach (FNO) sind wir dafür angetreten, auch Bürgern mit Einwanderungsgeschichte eine gleichberechtigte Teilhabe in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu ermöglichen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit der politischen Partizipation aller Offenbacher einen Demokratisierungsprozess in unserer Kommune anstoßen.

Denn unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität sind wir zu allererst Offenbacher. Wir laden alle Mitbürger dazu ein, an der positiven Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken und wollen unter anderem dafür einen hauptamtlichen Stadtrat für Integration und Interkulturelles stellen. Dies ist in der heutigen Debatte wichtiger denn je.

Nach über 50 Jahren fehlgeschlagener „Ausländer“- und „Integrationspolitik“ ist der Alltag der meisten Einwanderer noch heute  geprägt durch Ablehnung, Diskriminierung und der damit verbundenen Nachteile sozialer und ökonomischer Art. Obwohl heute über 54 Prozent aller Einwohner Offenbacher eine Einwanderungsgeschichte haben, bilden sie im Rathaus und in den städtischen Betrieben nur 3 % der Beschäftigten.

Wir sind davon überzeugt, dass Offenbach eine gesamthaft plurale Gesellschaft kann – wir machen das!

Integration ist vor allem Haltungssache!

Wir setzen uns dafür ein, gemeinsam mit allen aktiven Offenbacher Vereinen Programme ins Leben zu rufen, um Familien dort zu erreichen wo sie sind und sie in Bezug auf Schule, Bildung und Integration besser aufzuklären.

Das Gelingen der gesamthaften Integration und der ganzeinheitlichen Diversität im Zusammenleben entscheidet sich in der Kommune. Integration bedeutet gerade in Offenbach nicht die einseitige Anpassung an die Lebensweisen und kulturellen Orientierungen der etablierten Mehrheit. Stattdessen könnten Patenschaften zwischen Familien verschiedener Kulturkreise durch die örtlichen Vereine und Kirchen das gegenseitigen Miteinander und Verständnis fördern. 

Mit unserer Wählerinitiative wollen wir einen Prozess anstoßen, der auf Kommunikation, gegenseitigem Erkennen und Anerkennen, sowie auf Toleranz gegenüber den Anderen beruht. In einem „Haus der Nationen“ werden die unterschiedliche Offenbacher Kulturen sich gegenseitig vorstellen und dieses Haus als Plattform für ihre gemeinsamen Aktivitäten nutzen. Dort können Kontakte geknüpft werden, man kann sich untereinander austauschen und einen Platz für Jungendliche anbieten.

Wir alle müssen lernen, die Eigenheiten und kulturellen Identitäten der Einwanderer und der Einheimischen zu respektieren, zu tolerieren und als Bereicherung unserer Gesellschaft zu sehen. Nur so können wir neue Normen und neue Erkenntnisse über Gemeinsames und Unterschiedliches auf der Basis von Vielfalt schaffen. 

Um das Potenzial der Offenbacher Einwanderer effektiv zu nutzen, werden die vielfältigen Beziehungen und Netzwerke zu ihren Herkunftsländern dazu genutzt, Offenbach auch für Investoren aus dem Ausland attraktiv zu machen. Diese Maßnahme wird mit Städtepartnerschaften zu Metropolen im Ausland flankiert.

Deshalb wollen wir ein kommunales Leitbild „Integration für Offenbach“ schaffen. Das Leitbild wird dabei helfen, die eingefahrenen Denkmuster in Kategorien wie „Integration“, „Sprachkurse“ und „Leitkultur“ aufzulösen und bei der Entwicklung neuer Wege helfen.

Das kommunale Leitbild wird verbindliche Festlegungen in den kommunalpolitischen Handlungsfeldern

  • Bildung, Erziehung und Kultur
  • Arbeit und Wirtschaft 
  • Stadtentwicklung und Wohnen sowie 
  • Interkultureller Dialog 

enthalten.

Bildungslandschaft Offenbach schaffen! 

In den kommenden Jahren stehen wir vor der gewaltigen Aufgabe, uns für das Zusammenleben neu zu erfinden. Zu Beginn steht die Bildung und Ausbildung. 

Wir wollen kein Ghettoisierung in den Schulen. Praktische Schritte in dieser Richtung sind, für bestimmte Schulen die Stadtschulgrenzen neu festzulegen, damit die Verteilung zwischen Einwanderer- und Biodeutschenkindern ausgewogen ist. Nur dadurch wird das gemeinsame gesellschaftliche Leben von klein auf gefördert. Das erfordert auch die Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Lehrkräfte und Einstellung von Lehrern mit Einwanderungsgeschichte.

Bildung ist heute zu einem der zentralen Schlüsselfaktoren der Stadtentwicklung geworden. Für Offenbach wollen wir gemeinsam mit den Vereinen und Organisationen der Einwanderer, der Stadt und den Bildungsträgern dieses Schubladendenken überwinden und eine Bildungslandschaft Offenbach schaffen.

Ein weiterer Schritt ist die intensive Zusammenarbeit mit Vereinen, Gemeinden und sozialen Einrichtungen um die Offenbacher Kindergärten für die interkulturellen Herausforderungen des demografischen Wandels und der Flüchtlingskrise zu stärken. 

Um dieser wichtigen Zukunftsaufgabe gerecht zu werden ist der Ausländerbereit nicht genug. Um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht Offenbach einen hauptamtlichen Stadtrat für Integration und interkulturelle Angelegenheiten.

Darüber hinaus setzen wir uns ein für:

  • Die Begrünung Offenbachs. In Zusammenarbeit mit den hiesigen Gärtnereien und Baumschulen wollen wir Firmen anbieten, im Frühjahr und Sommer Bäume zu Pflanzen und die Schutzvorrichtungen mit ihren Werbeplakaten zu versehen.
  • Mehr Picknickplätze und Erholungsgebiete. Das ist sozialer Raum für Familien und fördert die Begegnung unterschiedlicher Kulturen.
  • Ein Hallenbad für die Offenbacher Bürger in Zusammenarbeit mit Privatinvestoren.
  • Investoren aus dem Ausland. Es gilt, insbesondere ausländische Kaufleute hinsichtlich der Förderung in Bezug auf EU, Bund, Land zu unterstützen und diese Kaufleute bei Expansionen zu unterstützen um dadurch Offenbach attraktiv zu machen und höhere Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen. 
  • Beratungszentrum für Bürger aus der EU (Polen, Rumänen, Bulgaren) die in Deutschland arbeiten oder Geschäfte machen wollen.